Artikel des Monats - Orthopädieschuhtechnik Prohaska
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Unsere Schuhzurichtung Teil 1
 
Das Orthopädieschuhmacherhandwerk ist auf Grund seiner Ausbildung in Anatomie, Pathologie und Biomechanik, sowie der handwerklichen Voraussetzung befähigt, und allein berechtigt, orthopädische Zurichtungen am Konfektionsschuh form- und funktionsgerecht auszuführen.
Durch individuelle Änderungen der Schuhe ist es möglich, das Geh- und Stehvermögen wesentlich zu verbessern. Im wesentlichen handelt es sich um bettende, korrigierende, stoßdämpfende, stützende oder funktionsverbessernde Maßnahmen.
Für die orthopädische Zurichtung kommt nur gut passendes Schuhwerk aus geeigneten Materialien in Frage, da sonst die therapeutische Wirkung nicht gesichert ist.
Wir möchten Ihnen einige unserer Zurichtungen in zwei Teilen benennen und ihre Wirkungsweise kurz erklären.

Was wir für Sie tun können

Abrollabsatz: Die Abrollung des Absatzes parallel zur Auftrittsfläche erleichtert durch die Verkürzung des hinteren Fersenhebels die erste Phase der Abrollung des Fußes.
z.B. bei schmerzhafter Bewegungseinschränkung der Fußwurzelgelenke.

Pufferabsatz: Mit dem Pufferabsatz wird eine Dämpfung des Belastungsstoßes beim Auftritt erreicht.
z.B. bei Gelenkschmerzen im Fußwurzelbereich, im Knie oder der Hüfte.

Keilabsatz: Der Keilabsatz verstärkt das Gelenk des Schuhes.
z.B. bei Überlastung, Vorfußersatz, Plattfuß.

Flügelabsatz: Flügelabsätze sind Absatzverlängerungen innen oder außen zur Verstärkung des Schuhgelenkes.
z.B. bei Knick-Plattfuß, Überlastung oder Fehlbelastung.

Absatzverbreiterung: Absatzverbreiterungen nach innen und/oder außen ergeben eine Verbesserung der Standfestigkeit.
z.B. nach innen bei ausgeprägtem Knick-Senkfuß
nach außen bei Varusfehlstellung der Ferse.

Absatzranderhöhung, innen oder außen: Durch eine mediale oder laterale Absatzranderhöhung wird eine Veränderung der Fersenstellung ereicht. Gleichzeitig muß parallel eine Erhöhung der Sohle erfolgen.
z.B. lateral bei Außenbandläsion oder bei Genu-varum
medial bei Fersenfehlstellung oder bei Genu-valgum.

Außenranderhöhung der Laufsohle: Durch die Schuhaußenranderhöhung wird im Stand die Auftrittsebene und beim Gang die Abwicklungsrichtung verändert. Gleichzeitig erfolgt parallel eine angleichende Erhöhung des Absatzes.
z.B. bei Varusfehlstellung der Ferse oder zum Ausgleich beim Ballen-Hohlfuß.

Schuherhöhung: Schuherhöhungen an Sohle und Absatz werden ausgeführt, um Längendifferenzen der Beine auszugleichen oder um eine Wirkung auf Hüfte oder Wirbelsäule zu erzielen.
z.B. bei Beinverkürzung.

Das war ein kleiner Einblick in einen Teil unserer Arbeit, mehr dann im nächsten Monat.

Nächsten Monat mehr zum Thema:

Unsere Schuhzurichtung Teil 2